Allpax SVU Sous-Vide-Stick

Allpax SVU Sous-Vide-Stick

Allpax SVU Sous-Vide-Stick

Sous-Vide, unendliche Möglichkeiten. Wir schreiben das Jahr 2017. Dies sind die Abenteuer des Blogs schnellmalgekocht, der mit seiner 2 Mann (und Frau) starken Besatzung seit 2016 unterwegs ist, um fremde Garmethoden ( heute mit dem Allpax SVU Sous-Vide-Stick) zu erforschen.

Nachdem wir Euch in diesem Jahr schon ein paar Sous-vide gegarte Rezepte gezeigt haben, wollen wir Euch mit diesem Testbericht die Sous-vide Garmethode an sich etwas näherbringen und für Euch auch direkt mal einen Sous-Vide-Stick auf Herz und Nieren testen.

Die Firma Allpax hat uns freundlicherweise ihren neuen Sous-Vide-Stick SVU zur Verfügung gestellt. Das hat aber keinerlei Auswirkungen auf unsere Meinung zu diesem Produkt.

Aber wir steigen mit Euch zuerst mal bei der Sous-vide-Technik an sich ein.

Was bedeutet eigentlich Sous-vide?

Der Begriff Sous-vide kommt aus dem französischen und bedeutet unter Vakuum. Generell bedeutet Sous-vide-Garen, dass man das Gargut im Vakuum schonend (das bedeutet unter 100 Grad Celsius) gart. Rein technisch wird das Ganze dann in einem Wasserbad umgesetzt. Das Wasserbad wird vom Sous-Vide-Gerät konstant und sehr genau und für einen bestimmten Zeitraum auf der gewünschten Temperatur gehalten und das Gargut wird schonend in einem Beutel gegart.

Die Vorteile dieser Garmethode liegen auf der Hand:

  • Durch das Garen unter Vakuum bleiben alle Aromen im Gargut und gehen nicht im Kochwasser oder an anderer Stelle verloren
  • Fleisch kann nicht mehr übergart werden, da die Fleischtemperatur nie höher sein kann, als die eingestellte Temperatur im Wasserbad
  • Euch gelingen außergewöhnliche und fantastische Rezepte im Handumdrehen und ohne großen Aufwand
  • Die Geräte sind mittlerweile erschwinglich geworden und nicht mehr nur der Spitzengastronomie vorbehalten

Stick-Facts

Nun zu unserem Testobjekt dem Allpax SVU Sous-Vide-Stick. Der Stick hat eine gebogene Form, die das Display und die restliche Elektronik, aber auch die Hände beim Bedienen des Sticks vor Wasserdampf schützt. Er hat 1.200 Watt Leistung und kann damit 7 bis 20 Liter Wasservolumen erhitzen. Die Einstellung erfolgt in 0,5 Grad-Schritten und die Temperaturabweichung von der Einstellung beträgt maximal 0,1 Grad (das ist schon beeindruckend).
Ein weiteres großes Plus ist die integrierte Umwälzpumpe. Die sorgt für eine konstant gleichbleibende Temperatur im gesamten Wasserbad. Ohne diese Umwälzpumpe wäre die Temperatur am Boden des Behälters eine andere, als an der Wasseroberfläche. Bei einem größeren Stück Fleisch kann das schon zu Problemen führen.
Eine Feststellklammer sorgt dafür, dass Ihr den Stick am Behälter (ein großer Kochtopf, oder ein GN-Behälter) festmachen könnt. Den Timer könnt Ihr von einer Minute bis hin zu 60 Stunden (das ist für größere Fleischstücke nicht ungewöhnlich bei der Sous-vide Methode) einstellen.

Der Test

Nach dem Auspacken macht der Allpax SVU Sous-Vide-Stick direkt einen stabilen und wertigen Eindruck. Das Einhängen in unseren GN-Behälter (1/2, 200mm hoch) klappt ohne Probleme und der Stick sitzt fest im Sattel. Viel niedriger als 20cm sollte Euer Behälter allerdings nicht sein, sonst wird es mit dem Befestigen schwierig.
Ein erster Testlauf überrascht uns positiv. Im Handumdrehen ist die eingestellte Temperatur von 65 Grad erreicht und die Umwälzpumpe ist definitiv nicht zu schwach. Der Stick ist auch nicht zu laut, Ihr hört lediglich den Lüfter summen. Die voreingestellte Zeit beginnt erst zu laufen, wenn die gewünschte und eingestellte Temperatur erreicht ist.
Jetzt haben wir noch zwei Tips zur Bedienung für Euch: Zum einschalten müsst Ihr die On/Off Taste für ca. 5 Sekunden drücken (wir dachten schon, dass unser Allpax SVU Sous-Vide-Stick nicht funktioniert; ein Blick in die Bedienungsanleitung hat aber Abhilfe geschaffen). Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, meldet der Stick das mit sich wiederholendem Piepsen. Das ist der Moment in dem Ihr den Beutel ins Wasser gebt. Dann drückt Ihr die SET-Taste für ca. 2 Sekunden und die vorher eingestellte Zeit beginnt zu laufen.

Jetzt geht es aber in den praktischen Teil, denn jetzt bekam der Stick seinen ersten richtigen Einsatz mit einer Bolognese Sauce Sous vide. Wie das gelaufen ist, könnt Ihr jetzt nachlesen.

Bolognese Sauce Sous vide

Die Bolognese Sauce ist eine unserer liebsten Pasta Saucen. Die Sauce haben wir immer in einem Topf angesetzt und dann 2-3 Stunden schmoren lassen. Als wir den Allpax SVU Sous-Vide-Stick testen wollten dachten wir, dass sich die Bolognese Sauce bestimmt super für diese Garmethode eignet. Ihr könnt die Bolognese Sauce Sous vide auch direkt in mehreren Portionen Garen und einfrieren. So habt Ihr immer eine leckere selbst gekochte Sauce zur Hand, wenn es mal schneller gehen muss.

Zutaten:

  • 500g Rinderhack
  • 100g Speck in Würfeln
  • 1 Zwiebel in feine Würfel geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen in feine Würfel geschnitten
  • 1 Stange Sellerie in feine Streifen gerieben
  • 100ml Rotwein
  • 1 große Karotte in feine Streifen gerieben
  • 150ml Brühe
  • 1 Esslöffel Öl
  • ½ Tube Tomatenmark
  • 1 Dose Schältomaten
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • ein Esslöffel Thymian
  • ein Esslöffel Oregano
  • 1 Prise Zucker

Für die Bolognese Sauce Sous vide bratet Ihr den Speck im Olivenöl leicht an und gebt dann das Rinderhackfleisch hinzu. Nachdem Ihr das Hack und den Speck ca. 3 Minuten angebraten habt, kommen die Zwiebel und Knoblauchwürfel in den Topf. Kurz danach gebt Ihr das Lorbeerblatt dazu. Wenn die Masse schön angeröstet ist kommt das Tomatenmark in den Topf und wird angeröstet. Jetzt schüttet Ihr den Rotwein zur Bolognese Sauce Sous vide und lasst ihn komplett einkochen. Nun gebt Ihr die Tomaten aus der Dose, die geriebene Karotte, den geriebenen Sellerie und 150ml Brühe zu der Masse in den Topf. Im nächsten Schritt gebt Ihr noch die Kräuter und den Zucker dazu und schmeckt die Bolognese Sauce Sous vide mit Salz und Pfeffer ab.

Die Sauce lasst Ihr jetzt einmal aufkochen, nehmt sie dann von der Hitze und lasst Sie etwas abkühlen. Die Sauce sollte jetzt schon die Konsistenz haben, die Ihr später auf dem Teller wollt. Durch das Sous vide Verfahren wird ja keine Flüssigkeit mehr verkochen.

Die Bolognese Sauce Sous vide füllt Ihr in geeignete Kochbeutel, vakuumiert sie (am besten mit der Pulse-Funktion Eures Vakuumierers) und gebt Sie für 3 Stunden bei 65 Grad ins Wasserbad. Das Lorbeerblatt entnehmt Ihr vorher.

Nach der Garzeit könnt Ihr die Sauce direkt über Eure Pasta geben. Bevor Ihr die Bolognese Sauce einfriert, gebt Ihr die Beutel aus dem Wasserbad direkt ins Eiswasser um sie vor dem einfrieren schneller abzukühlen.

Unser Tipp für Euch:

Wenn Ihr beim vakuumieren den Beutel über z.B. die Kante der Arbeitsplatte hängen lasst, könnt Ihr die Schwerkraft nutzen und Gerichte mit Flüssigkeiten besser vakuumieren. Falls Euer Vakuumierer dann noch über eine Pulse-Taste verfügt (unser Allpax-Vakuumierer hat die zum Glück), die nur so lange die Luft aus dem Beutel zieht, wie Ihr die Taste drückt, dann wird das Vakuumieren von Saucen und Flüssigkeiten noch einfacher.

Fazit

Der Allpax SVU Sous-Vide-Stick hat uns in allen Bereichen überzeugt. Er ist handlich und leicht zu verstauen und braucht dabei deutlich weniger Platz, als ein vergleichbares Sous-Vide-Bad. Ihr könnt, falls Ihr so einen großen Topf habt, ruhig Eure vorhandenen Töpfe nehmen (diese sollten aber mindestens 20cm hoch sein und im Durchmesser nicht unter 25cm). Ansonsten könnt Ihr einfach einen GN-Behälter kaufen. Die gibt es in den verschiedensten Größen.
Der Stick ist sofort einsatzbereit, so könnt Ihr direkt loslegen. Die Temperatursteuerung funktioniert dank der Umwälzpumpe super und Ihr könnt für wenig Geld in die Sous-Vide-Welt eintauchen.
Ihr solltet dann auch einen Vakuumierer besitzen, damit Ihr die Lebensmittel sicher in den Kochbeuteln einschweißen könnt.

Falls Ihr nun auch die Sous-vide Welt erkunden möchtet, findet Ihr alles dazu auf der Homepage von Allpax.

 

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3 thoughts on “Allpax SVU Sous-Vide-Stick”

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