N-GIN

N-GIN

Mittlerweile gibt es immer mehr Gins auf dem (deutschen) Markt. Da den Überblick zu behalten ist garnicht so leicht. Wenn man dann wie wir auch noch gerne mal einen Gin einer kleinen und noch nicht so bekannten Destille probiert, ist man auf fachkundige Hilfe angewiesen.

Diese tolle Hilfe bekommen wir immer mal wieder von Alex von The Boozehound aus Berlin. Alex ist ein absoluter Vollprofi wenn es um Hochprozentiges geht und gibt uns des Öfteren mal wertvolle Tips.

Hinweis vom Profi

Im September 2017 hat Alex sich dann bei uns gemeldet und hat uns auf einen besonderen Gin aufmerksam gemacht: Echtes Handwerk, Kleinstauflage und leckere Zitrusaromen. Damit hatte uns Alex schon überzeugt und wir haben den Hersteller kontaktiert.

Der Hersteller des N-GIN ist die Destillat-Scheune Weiss aus Neulautern (Wüstenrot). Monika und Joachim Weiß haben die Brennerei im Jahr 2016 gegründet und ihre Scheune komplett umgebaut. Mit der Firma Müller haben sie ihre Brennanlage konzipiert und in die Scheune eingebaut. Dabei haben sie Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität gelegt (Aromat statt Böden im Verstärker, Regenwasserkühlung, Aromakorb, Holz- und Strombefeuerung).
Joachim hat sich in zwei Wintersemestern zum Brenner ausbilden lassen und die beiden haben mit der Produktion begonnen.
Ganz am Anfang stand die Überlegung das Obst aus dem heimischen Garten sinnvoller als bisher zu verwenden (auch uns fällt keine sinnvollere Verwendung für Obst als das Brennen ein). Dieser Überlegung sind die beiden bis heute treu geblieben uns so kommt das Obst für die edlen Brände zum Teil aus eigenem Anbau und zum Teil aus ausgewähltem Bio-Anbau.

Den ursprünglichen Plan das Brennen als Ausgleich zum virtuellen Arbeitsleben (die beiden kommen aus der IT-Branche) und als Hobby zu betreiben haben die beiden zumindest in Teilen schon aufgegeben, denn das Brennen nimmt viel Zeit in Anspruch.

Der Gin

Zum eigenen Gin kamen Monika und Joachim, da sie ihn selbst gerne trinken, aber den perfekten Gin noch nicht gefunden hatten. Was liegt da näher, als ihn einfach selbst herzustellen?
Also ging es ins Gin-Versuchslabor und die beiden haben einige „Botanical-Kombinationen“ gebrannt und wieder verworfen. Was wir heute in der Destillat-Scheune Weiss kaufen können ist das Ergebnis vieler Versuche und für Monika und Joachim der perfekte Gin.

Der Gin selbst wird mit 22 Botanicals gebrannt (teilweise aus eigenem Anbau –  ergänzt mit ausgewählten Bio-Produkten). Die Botanicals werden kalt und warm mazeriert (durch das Einlegen in Alkohol werden die Aromen der Botanicals gelöst) und langsam und in kleinen Chargen (max. 80 Flaschen) gebrannt. Monika und Joachim verwenden einen Aromakorb der während des Brennens diverse Bio-Frucht-Schalen, Lavendel und Vanille enthält und in den Alkoholdampf seine frischen Aromen weitergibt.

Außer Wacholder und jeder Menge Südfrüchten werden weitere Botanicals wie Kardamom und Koriander verwendet – diesen beziehen die beiden direkt von Freunden aus Nepal. Das Zitronengras und der Lavendel z.B. werden im heimischen Garten eigenhändig angebaut, geerntet und verarbeitet.

Die Abfüllung erfolgt in schwarzen Flaschen und die Etiketten sind handbeschriftet und nummeriert.

Der Geschmack

Vom Typ her ist unser Gin ein New Western Dry Gin. Beim New Western Dry Gin spielt der Wacholder immer noch eine tragende, aber keine dominierende Rolle mehr. Die anderen Botanicals sind gleichberechtigt.

Bei unserem Test haben wir den Gin zuerst pur probiert und dann später mit verschiedenen Tonics gemischt.

Der erste Test startet mit dem Geruch. Dieser wird deutlich durch Zitrusaromen dominiert. Aber auch der Kardamom ist im Geruch wahrzunehmen. Geruchlich können wir keine dominante Alkoholnote feststellen.

Jetzt kommt der Geschmack an die Reihe und der bestätigt, was der Geruch schon vermuten lässt. Zitrusaromen, kombiniert mit einer spürbaren, aber dezent auftretenden Wacholdernote und einer angenehmen Schärfe durch den Alkohol. Die Zitrusaromen liegen langanhaltend im Gaumen.

Man kann diesen Gin also durchaus sehr gut pur genießen, aber wie schlägt er sich in der klassischen Kombination mit einem Tonic?

Probiert haben wir den N-GIN mit nahezu jedem Tonic, was wir zu diesem Zeitpunkt zu Hause hatten. Es gibt, zumindest für uns, einen ganz klaren Favoriten bei den Tonics und das ist das Thomas Henry Tonic Water. In dieser Kombination wird der N-GIN zu einem unserer liebsten Longdrinks.
Man kann ihn grundsätzlich auch mit den anderen Sorten trinken, aber zusammen mit dem Thomas Henry Tonic ist der Geschmack einfach super und für uns die perfekte Kombination.

Wissenswertes

Neben dem N-GIN kann man bei der Destillat-Scheune Weiss auch mehrere Obstbrände und Liköre erwerben und sogar ein Gin-Seminar besuchen, bei dem Monika und Joachim ein bis zwei mal im Monat  jede Menge Fakten um den Gin präsentieren, aber auch der praktische Teil nicht zu kurz kommt.

Wenn ihr jetzt den Gin mal probieren wollt, könnt Ihr ihn hier einfach bestellen:

N-GIN

Und hier gelangt Ihr zum Shop mit allen Obstbränden, dem Gin und den Likören:

Shop

 

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