Traeger Ironwood 650

Traeger Ironwood 650

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Der Traeger Ranger war unser Einstieg in die Welt der Pelletgrills. Nachdem wir den Ranger ausgiebig getestet haben, war uns ziemlich schnell klar, dass der Ranger einen großen Bruder bekommen muss, mit dem wir auch mal ein Full Packer Brisket machen können, oder eine abartig große Menge Ribs, oder Pulled Pork. Nils von Traeger fand unsere Idee auch richtig gut und hat uns angeboten uns einen Traeger Ironwood 650 für einen Test zur Verfügung zu stellen. Wir waren sofort begeistert und möchten Nils und Traeger an dieser Stelle auch noch ein ganz großes Dankeschön aussprechen. So eine tolle, vertrauensvolle und unkomplizierte Zusammenarbeit ist für uns definitiv nicht selbstverständlich!

Vor dem Test möchten wir noch anmerken, dass wir von Traeger für diesen Test kein Geld erhalten und der Testbericht neutral und objektiv ist, so wie Ihr es von uns gewohnt seid.

HARD FACTS / HARTE FAKTEN

Kommen wir zuerst einmal zu den nackten Zahlen des Traeger Ironwood 650:

Maße:
Höhe:      119 cm
Breite:     135 cm
Tiefe:       66 cm
Gewicht: 78 kg
Leistung: 10,5 kW
Grillfläche 1. Ebene: 76cm x 48cm
Grillfläche 2. Ebene: 76cm x 26,5cm
Kapazität der Pelletkammer: 9kg

Wie funktioniert eigentlich ein Pelletgrill?

Die grundsätzliche Funktionsweise eines Pelletgrills ist schnell erklärt. Ihr füllt Hartholzpellets in die Pelletkammer (Hopper) ein. Von dort aus gelangen die Pellets über eine Förderschnecke in die Brennkammer, wo sie (je nach Temperatur und Modus) mehr oder weniger schnell verbrannt werden. Durch eine integrierte Belüftung mittels eines Ventilators kann die gewünschte Temperatur schnell erreicht werden und die integrierte Temperatursonde überprüft einmal pro Sekunde die Temperatur im Garraum. Damit wird die eingestellte Temperatur genau eingehalten. Sinkt die Temperatur ab, legt die Förderschneke los und fördert weitere Pellets in die Brennkammer. Die Hartholzpellets liefern gleichzeitig Hitze und Rauch.

Was kann der Ironwood von Traeger?

Der Traeger Ironwood verfügt zusätzlich zur Grundausstattung eines Pelletgrills über tolle weitere Funktionen, die den Grill zu einem absoluten Allrounder machen. Zum einen wäre da der Super Smoke Modus. Sobald Ihr diesen aktiviert (funktioniert zwischen 75 und 105 Grad) erzeugt der Grill noch mehr Rauch und sorgt damit für ein noch intensiveres Raucharoma an Euren Gerichten. Neben dem Super Smoke Modus gibt es auch noch die Keep Warm Funktion. Sobald Euer Grillgut die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat, könnt Ihr in die Keep Warm Funktion gehen. Dann wir Euer Grillgut bei einer Temperatur von 75 Grad warmgehalten, ohne weiter zu Garen.
Durch den integrierten Kerntemperaturfühler weiß der Traeger Ironwood immer, wie weit Euer Gargut ist.

Der Pelletgrill deckt einen Temperaturbereich von 75-260 Grad Celsius ab. Die Temperaturschritte könnt Ihr bequem über die Kontrolleinheit in 5-Grad-Schritten anwählen. Die Kontrolleinheit selbst (Pro D2) ist das “Gehirn” des Pelletgrills. Über den Controller könnt Ihr nicht nur die Temperatur anwählen, sondern auch den Grillvorgang in mehrere Schritte unterteilen.

Am Beispiel eines Briskets zeigen wir Euch einfach mal, wie so ein “Grillprogramm” (Cook Cycle) aussehen kann:

  1. Schritt: 90 Grad und Super Smoke Mode für 3 Stunden
  2. Schritt: 120 Grad, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 75 Grad hat.
  3. Schritt: Das Brisket kommt in Butcher Paper und wir dann bei 120 Grad bis zu einer Kerntemperatur von ca. 90 Grad gegart.
  4. Schritt: Sobald die Kerntemperatur erreicht ist, geht der Pelletgrill in den Warmhaltemodus.

Diesen “Cook Cycle” kann man vor dem Grillvorgang einfach am Grill direkt, oder über die hervorragend gelungene Traeger App programmieren. Der Traeger Ironwood verfügt über eine WLAN Anbindung und Ihr könnt jederzeit von überall aus die Temperatur des Grills, des Garguts und die Zeit ablesen und die Garraumtemperatur auch von unterwegs aus ändern.

Was kann die Traeger App?

Ganz am Anfang eine Antwort auf die Frage in einem Satz: 

Die Traeger App ist auf der Startseite unserer Smartphones oben links! 

Mit der App lässt sich nicht nur die Temperatur (Garraumtemperatur und Garguttemperatur) im Ironwood überwachen und verändern, sie kann noch so viel mehr. Hunderte toller Rezepte sind in der App gespeichert. Wir behaupten jetzt einfach mal, dass wir schon viele Rezepte dieser Welt kennen, aber die Traeger App mit ihren tollen Rezepten lässt uns immer wieder Staunen. 
Wenn Ihr euch ein Rezept ausgesucht habt, ist es nur ein Klick und die Daten werden an den Grill gesendet und der Cook Cycle kann starten. Ihr braucht also nicht alle Schritte manuell einzugeben, sondern die App erledigt das für Euch. Es gibt auch die Rubriken Troubleshooting (Problemlösungen), Tips&Tricks, Videos, und noch viele mehr! 
Die App ist rundum gelungen, die Datenübertragung zum Grill funktioniert problemlos und auch die Datenübertragung vom Grill zur App klappt bei uns immer ohne Probleme.

Was Für Pellets kann ich zum Befeuern eines Pelletgrills verwenden?

Zuerst einmal bitte nur Hartholzpellets, ohne Zusätze. Die Pellets müssen lebensmittelecht sein. Experimente sollte man hier schon aus gesundheitlichen Gründen unterlassen. Traeger bietet verschiedene Pelletsorten aus 100% Hartholz an. Aktuell gibt es die Pellets aus den folgenden Hölzern:
Hickory, Apfel, Kirsche, Erle, Eiche, Pecanuss, Mesquite und Ahorn. Daneben gibt es aktuell auch verschiedene Säcke mit Mischungen. Die Wahl der Pellets hat ganz klar Auswirkungen auf den späteren Geschmack der Speisen. So sollte ein Fisch nicht unbedingt mit Hickorypellets geräuchert werden, da das Raucharoma dieser Sorte sehr stark ausgeprägt und intensiv ist. Umgekehrt empfiehlt sich für ein Brisket ein stärkeres Raucharoma als zum Beispiel Apfelpellets liefern. 

Der Aufbau

Bevor wir zum Aufbau des Grills kommen, müssen wir ein paar Worte zur Verpackung verlieren. Selten kam ein Grill schöner verpackt bei uns an, als der Ironwood. Alleine der Karton ist eine Augenweide. Auf dem inneren des Kartons ist eine wunderschöne “Scheunenszenerie” abgebildet, die die Detailverliebtheit des Unternehmens aus Salt Lake City zeigt (weiter unten in der Galerie gibt es ein Foto des Kartons). 
Die Einzelteile sind sicher verpackt und das Zubehör, wie Schrauben, Muttern, der Schraubenzieher etc. sind nicht in einer Plastiktüte lose verteilt, sondern einzeln nach Zubehörteil sortiert und geblistert. Damit entfällt das nervige Suchen einer bestimmten Mutter.
Fun Fact am Rande: Die Aufbauanleitung ist in sechs Schritte unterteilt und auf der ersten Seite der Aufbauanleitung findet sich eine Sechserpackung Bier als optionales Zubehör aufgeführt. Sechs Schritte, sechs Flaschen Bier… Zusätzlich ist aber auch bei jedem Schritt eine der Flaschen Bier abgebildet, so dass alleine der Aufbau des Grills schon spaßig werden kann.

Es empfiehlt sich den Grill zu zweit aufzubauen, allerdings müssen wir erwähnen, dass es auch zur Not alleine geht (aus eigener Erfahrung. Frank hatte nicht die Geduld zu warten, bis Evi zu Hause ist und hat den Grill alleine aufgebaut). Es ist aber deutlich schwerer und dauert länger.

Der Traeger Ironwood in der Praxis

Es ist einfach beeindruckend, was der Traeger Ironwood leistet. Mit dem Temperaturbereich von 75 bis 260 Grad lässt sich nahezu alles abdecken, was man so auf den Grill packen kann. Ein klassischer low & slow Longjob ist ebenso möglich wie ein Steak. Backen kann der Ironwood genauso gut wie ein Backofen und auch mit den klassischen Steaks und Würstchen hat er leichtes Spiel.

Die Bedienung ist kinderleicht, der Grill ist schnell auf Temperatur und hält diese auch mit ganz leichten Schwankungen (das ist ganz normal und es sind immer nur wenige Grad Abweichung). Eingestellte Temperaturerhöhungen erledigt der Traeger Ironwood umgehend und durch die App seid Ihr jederzeit auf dem aktuellen Stand, egal wo Ihr gerade seid. Durch die integrierte Kerntemperatursonde könnt Ihr auf einen Blick natürlich auch die Garraumtemperatur ablesen.

Mit den doppelwandigen Seitenteilen speichert der Ironwood die Temperatur optimal, das senkt den Pelletverbrauch.

Was haben wir alles auf dem Traeger Ironwood gemacht?

Wir zeigen Euch hier eine kleine Auswahl an Gerichten, die wir auf dem Traeger zubereitet haben. Einen Teil der Rezepte findet Ihr bei uns auf dem Blog, deswegen lassen wir hier nur die Bilder sprechen:

Coca-Cola-Hähnchenbrust

Gefüllter Kürbis

Dicke Rippe vom Schwein

Roadkill-Chicken mit BBQ Blumenkohl

Gefüllte Bacon Fleischkäse Kartoffeln

 

Gefüllte Fleischkäsebrötchen

Brisket

Fazit:

Wir sind begeistert vom Traeger Ironwood 650 und haben bisher noch keine Nachteile an diesem tollen Pelletgrill feststellen können. Der Grill an sich funktioniert wunderbar, genau und zuverlässig und besticht durch eine hochwertige Verarbeitung und kleine durchdachte Details. 

Ein kleines Beispiel für die durchdachten Details ist die Schraube für die Klappe zum wechseln der Pellets in der Pelletkammer. Wenn man an einem Tag Fisch räuchern möchte und am nächsten Tag ein Brisket auflegen will, sollte man die Pelletsorte wechseln, da den unterschiedlichen Gerichte auch eine unterschiedliche Intensität und auch einen unterschiedlichen Geschmack an Rauch gut tut.
Wenn man also nun die Klappe öffnet um die Pellets in der Pelletkammer in einen Eimer zu leeren, dann benötigt man eine Hand für den Eimer und die zweite Hand braucht man, um die restlichen Pellets aus der Pelletkammer durch die Klappe in den Eimer zu schieben. Als wir das zum ersten Mal gemacht haben, wollten wir die Klappe festhalten, damit diese nicht zufällt. Das ist aber garnicht nötig, da die Schraube magnetisch ist und an der Pelletkammer festmacht, sobald sie diese berührt. Kleines Detail, große Wirkung!

Oft begegnet man Vorurteilen, wenn man das Wort Pelletgrill in den Mund nimmt. Dann wird man als “Altherrengriller”, oder sogar als “Grillanfänger” bezeichnet, denn der Grill übernimmt ja jegliche Arbeit, die der Griller an einem klassischen Smoker selbst verrichten muss (Temperatursteuerung, Luftzufuhr, Luftabfuhr, Rauchmenge etc.). 
Lasst Euch bitte durch diese Sprüche nicht von einem Pelletgrill abhalten. Für den Griller, dem der Weg zum Ergebnis nicht absolut deutlich wichtiger ist, als das Ergebnis selbst ist ein Pelletgrill eine “eierlegende Wollmilchsau”, ein “Alleskönner”. Von low and slow bis quick and hot beherrscht der Traeger Ironwood alle Grillarten.

Von uns gibt es für den Traeger Ironwood (und die restlichen Traeger Pelletgrills) eine klare Kaufempfehlung!

Zum Abschluss noch einige Fotos vom Grill selbst und ein paar Fotos vom Aufbau:

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