Asienkreuzfahrt 2018: Teil 4 Thailand

Asienkreuzfahrt 2018: Teil 4 Thailand

Asienkreuzfahrt 2018: Teil 4 Thailand

Nach zwei ruhigen und gemütlichen Seetagen auf unserer Asienkreuzfahrt 2018 haben wir vor der Insel Koh Samui den Anker ausgeworfen. Wir haben für uns festgestellt, dass so ein eigener Balkon auf einem Schiff eine herrliche Sache ist und wir für zukünftige Buchungen auch nicht darauf verzichten wollen. Das Pooldeck war an den Seetagen doch schon ganz schön voll und leider waren schon ab dem frühen Morgen die eine oder andere (oder auch sehr viele) Liege reserviert. Auch in der Außenalsterbar beispielsweise war nur schwer ein Platz zu bekommen und wir waren einfach zu sehr im Urlaubsmodus, um dort zu warten und auf einen Platz zu lauern. So haben wir die Seetage einfach auf unserem Balkon oder in der X-Lounge genossen. Unser Mittagessen haben wir oft im Gosch zu uns genommen. Der Ausblick auf das Meer von dort ist einfach fantastisch!

Koh Samui

Heute haben wir zum ersten Mal in unserem Leben getendert. Für uns als Erstkreuzfahrer eine Weltpremiere. Am Tag vorher hatten wir in der X-Lounge unsere Tenderkarten erhalten und mit diesen kann man jederzeit zum Tenderboot gehen, ohne dass man darauf warten muss aufgerufen zu werden.  Also sind wir gespannt um 08:00 Uhr zur ausgewiesenen Tenderluke und konnten dann nahezu direkt auf das nächste Tenderboot steigen. Dort konnten wir uns dann bei herrlichem Sonnenschein auf den Weg nach Koh Samui machen.

Auf Koh Samui sind wir dann gegen 8:40 angekommen. Wir hatten eine Privattour mit Herrn Mon gebucht und mit ihm als Treffpunkt um 09:00 Uhr den Hafen vereinbart. Da wir 20 Minuten zu früh waren, wollten wir eigentlich die 20 Minuten warten, denn Herrn Mon haben wir so früh weder erwartet, noch entdecken können.
Scheinbar sahen wir beim warten aber so verloren aus, dass uns direkt ein Guide einer anderen Firma ansprach und fragte, auf wen wir denn warten. Danach fragte er uns direkt nach der Handynummer unseres Guides, rief ihn an und Herr Mon lief uns dann entgegen. So konnten wir die Inseltour etwas früher starten.

Der erste Stop führte uns zu einem Aussichtspunkt auf einem Hügel, von dem aus wir Bilder von unserem schwimmenden Hotel machen konnten.

Als nächstes sind wir dann zum Tempel Wat Phra Yai – dem Big Buddha Tempel gefahren und haben diesen besichtigt. Wie die meisten Tempel die wir auf der Reise gesehen haben ist auch dieser sehr schön anzusehen.

Sehr schön und beeindruckend war auch die Tempelanlage Wat Plai Laem mit der Statue des lachenden Buddha, und der Statue der 18-armigen Göttin Guanyin. Dort konnten wir auch an einem Automaten Fischfutter ziehen und die beeindruckend großen Welse und Karpfen in der Wasseranlage füttern.

Unsere Fahrt ging dann direkt weiter zum Oma und  Opa Felsen wo wir ein köstliches Kokoseis gegessen haben. Bis auf die zwei namensgebenden Felsen, einem ganz kleinen Strandabschnitt und Souveniershops gab es dort nicht viel mehr zu sehen. Die angebotenen Souvenirs sind recht teuer, es lohnt sich also den Kühlschrankmagneten, oder die Miniatur-Buddhas in Bangkok zu kaufen.

So sind wir dann an Kauschukplantagen, Wasserbüffeln und Bananenstauden weiter gefahren zu einem traumhaft schönen Aussichtspunkt an dem wir einen ganz wunderbaren Blick über die Insel hatten.

Ein weiterer toller Stopp war der Guan Yu Shrine mit der riesigen Statue eines chinesischen Kriegers.

Dort haben wir dann auch die leckeren Saku Sai Moo Bällchen an Stand gekauft. Die müssen wir unbedingt selbst mal machen und werden dann auch das Rezept auf schnellmalgekocht veröffentlichen. Herr Mon warnte uns die Chilis nicht zu essen, da diese sehr scharf wären. Die Warnung sprach er aus und aß dann selbst genüsslich 2 Chilis seiner Portion.

Einer der schönsten und beeindrucktesten Stopps war der Tempel Wat Samret mit seinem  Raum in dem ein weißer liegender Buddha umrahmt von vielen Terrakotta Buddha Statuen zu sehen ist. In diesem Raum bekamen wir trotz der warmen Temperaturen eine Gänsehaut weil der Raum etwas unglaublich mystisches ausstrahlt.

Zum Mittagessen haben wir in einem schönen Restaurant am Strand halt gemacht. Herr Mon hat vorher schon mit uns besprochen was wir gerne essen würden und kaum waren wir am Restaurant wurden uns die ganzen Köstlichkeiten aufgetischt.

Es gab Gelbes Curry mit Kartoffeln, Tom Yam Gay, Gemüseplatte, Hähnchenfleisch mit Gemüse frittierte Bällchen mit Fisch, Barrakuda in Kokospanade und einen Obstteller.

Wir sind dann weiter zum Na Muang Wasserfall eins. Da wir auf einer privaten Tour unterwegs waren konnten wir direkt zum Wasserfall hochfahren und haben uns so den 30 minütigen Fußmarsch erspart. Auf dem Weg dorthin gab es noch einen kurzen Stop an einem weiteren schönen Aussichtspunkt der Insel.

Herr Mon war während der gesamten Tour ein sehr freundlicher und zuvorkommender Guide. Er hat der bekannten Gastfreundschaft der Thais alle Ehre gemacht und uns zum Abschied der Tour sogar zwei Weinbecher aus Kokosnuss geschenkt. Die Becher werden uns immer an den schönen Tag und tollen Ausflug auf Koh Samui erinnern.

Um ca. 15:00 Uhr waren wir dann zurück am Hafen um zum Schiff zurück zu Tendern. Nach einer Wartezeit konnten wir dann, gerade noch rechtzeitig bevor es angefangen hat zu regnen, auf das Tenderboot und haben dann noch ein kühles Getränk in der X-Lounge genossen. Dort haben wir dann auch die Durchsage des Kapitäns gehört, dass sich das geplante Ablegen um 16:30 Uhr verzögern wird, da noch 250 Gäste fehlen.

Beim Tendern auf Koh Samui (das war der einzige Hafen in dem wir getendert sind) gibt es unserer Meinung nach noch ein wenig Optimierungspotential für TUI, denn das Tendern zurück auf die Mein Schiff 1 war unorganisiert. Es gab zwei mögliche Anlegestellen für die Tenderboote und der Zugang zu den beiden Anlegestellen lag mittig zwischen diesen.
das führte dazu, dass die Menschen, die nicht mehr auf ein Boot kamen zur anderen Seite pilgerten, während gleichzeitig immer mehr Leute versucht haben durch den Zugang auf die “Plattform” zu den Anlegern zu kommen. Ein paar Besatzungsmitglieder, die den Zustrom ein wenig koordinieren hätten Wunder bewirken können.

Über Nacht sind wir dann weiter gefahren zu unserem nächsten Stopp  Laem Chabang, wo wir pünktlich um 08:00 Uhr am nächsten Morgen anlegten. Wir sind dann auch gleich vom Schiff. Gebucht hatten wir einen Ganztagesausflug mit Green Bangkok Tours in die Stadt der Engel. Wir waren in einem Kleinbus mit 7 Mitreisenden einem weiblichen Guide und einer Fahrerin unterwegs.

Laem Chabang- Bangkok

Direkt nach dem Einsteigen in den Kleibus hat unsere Guide begonnen uns sehr lebhaft Wissenswertes über Bangkok und Thailand unter anderem anhand der dort genutzten Banknoten zu erklären. So verging die längere Fahrt nach Bangkok rasch. Bei einem kurzen Stop an einer Raststätte konnten wir uns in einem kleinen Supermarkt einheimische Snacks näher ansehen.

Der erste Stopp in Bangkok führte uns zum Chao Phraya River, der umgangssprachlich auch Bangkok River genannt wird. Dort haben wir dann auf eine für uns Europäer abenteuerliche Art ein sogenanntes Longtailboot bestiegen. Dazu mussten wir von der Anlegestelle einen deutlichen Höhenunterschied vom Anleger herunter zum schwankenden Boot überwinden.

Wir fuhren dann zuerst den Fluss entlang und dann durch eine Schleuse in einen Nebenarm.

Dort fuhren wir an vielen Häusern entlang in denen die Menschen hier leben. Eine Souvenirverkäuferin versuchte aus dem Boot heraus ihre Waren an die Touristen zu bringen. Und natürlich durfte auch hier ein Stopp an einem der prachtvollen Tempel direkt am Fluss nicht fehlen.

Auf unserem Weg durch den Fluss konnten wir sogar einige Warane bei der Mittagsruhe beobachten.

 

Um den Nebenarm wieder zu verlassen mussten wir wieder durch eine Schleuse. Dieses Mal war die Schleuse mit allerhand Longtailbooten vollgestopft. Nachdem sich die Schleuse wieder geöffnet hatte, haben ca. 25 Boote gleichzeitig die Motoren gestartet und im Leerlauf ein wenig “auf Drehzahl gebracht”. Es war in diesem Moment mehr Feinstaub als Luft in der Luft.

Zum Mittagessen waren wir in einem Imbiss und konnten zwischen einer Suppe mit verschiedenen Einlagen oder einem Tellergericht wählen.

Jetzt kamen wir zum Königspalast in Bangkok. Das Gelände ist so weitläufig und es gibt so viel zu sehen, dass man hier alleine einen Tag verbringen könnte. Wir lassen hier einfach einmal die Bilder für sich sprechen.

Nach dem Stopp im Königspalast sind wir mit Tuk Tuks in einer wilden aufregenden Fahrt zum nächsten Stopp weitergefahren. Alleine die Fahrt war schon ein Erlebnis für sich. Das kann man am Gesicht von Evi deutlich erkennen 🙂

Wir kamen dann zur Tempelanlage Wat Pho. Diese Tempelanlage beherbergt eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Metropole Bangkok und diese ist gleichzeitig die Hauptattraktion der Tempelanlage. Der liegende Buddha ist 46 Meter lang und 15 Meter hoch. Die Statue ist vergoldet und man kann sie der Länge nach “ablaufen”. Wir waren sichtlich beeindruckt von den Ausmaßen der Statue.
Eine weitere Attraktion der Anlage ist die erste offene Universität Thailands. Diese wurde durch König Rama III. bei der Renovierung des Wat Pho in den Jahren 1831–1841 eingerichtet. Sie enthält über 1.400 Wandschriften und -gemälde. Diese zeigen die thailändische Poesie, traditionelle Heilkunst und Massage, Botanik, Astrologie, Kriegskunst, Geschichte und Religion. Diese Wandschriften waren und sind für die Öffentlichkeit zugänglich und bekamen daher den inoffiziellen Namen “erste offene Universität Thailands”. Die Inschriften sind seit 2011 Weltkulturerbe der UNESCO.

Es folgten Spaziergänge durch die Stadt in Richtung Amulett- und Blumenmarkt vorbei an vielen tollen Garküchen. An der Straße des Blumenmarktes haben wir auch den süßen Reis aus einem Bambusstab verkostet.

Der letzte Stopp waren dann die wuseligen und geschäftigen Straßen von Chinatown. Da wir dort in der Dämmerung ankamen hatte das Viertel einen ganz besonderen Flair.  Nur die Vielzahl der dort angebotenen Haifischflossen machte unser Tauchherz sehr traurig und schwermütig. Wer diese wunderbaren und, entgegen der leider weitverbreiteten Meinung, keineswegs generell angriffslustigen Kreaturen einmal in freier Wildbahn sehen durfte, dem blutet das Herz beim Anblick der Massen an Haifischflossen.

Zurück auf das Schiff

Wir waren insgesamt an diesem Tag mehr als 13 Stunden unterwegs. Deshalb waren wir ganz glücklich darüber, dass wir die vorab angebotene Abendverlängerung mit einem Besuch des Nachtmarktes nicht gebucht hatten. Mit dem Wetter hatten wir viel Glück, es war den ganzen Tag trocken und mittags kam sogar die Sonne durch.

Wir kamen ziemlich platt auf das Schiff zurück. Nach einer kurzen Dusche haben wir dann noch einen leckeren Burger und ein Bier in netter Gesellschaft im Cliff 24 genossen.

Es warteten wieder zwei Seetage auf dem Weg nach Vietnam auf uns. Wie turbulent diese wurden und welche nachträgliche Überraschung Frank noch für den Geburtstag von Evi in petto hatte erfahrt Ihr im nächsten Teil unseres Berichtes.

Den ersten Teil unseres Berichtes über unsere Südostasienkreuzfahrt findet Ihr hier:

ASIENKREUZFAHRT 2018: TEIL 1 MEIN SCHIFF 1 UND SINGAPUR

Den zweiten Teil unseres Berichtes über unsere Südostasienkreuzfahrt findet Ihr hier:

ASIENKREUZFAHRT 2018: TEIL 2 STREET FOOD TOUR MIT MISS TAM CHIAK

Den dritten Teil unseres Berichtes über unsere Südostasienkreuzfahrt findet Ihr hier:

ASIENKREUZFAHRT 2018: TEIL 3 MALAYSIA

Den letzten Teil der Serie über unsere Kreuzfahrt findet Ihr hier:

ASIENKREUZZFAHRT 2018: TEIL 5 VIETNAM

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